Referentinnentätigkeit

Referentin für religionssensible Erziehung im Elementarbereich (Kita und Kindergarten)

Es werden halb- oder ganztägige Fortbildungen mit einem breiten methodischen Spektrum angeboten.

Interreligiöses Arbeiten im Kindergarten im religionssensiblen Konzept

Dieses Seminar befasst sich mit der Frage, wie religiöse Erziehung in einer Kita/einem Kindergarten möglich sein kann, in dem der Anteil  nicht-christlicher Kinder etwa 40% und mehr beträgt, so dass eine rein christlich religiöse Ausrichtung den Kindern nicht  gerecht wird. In einem ersten Schritt wird das dreistufige Religionsmodell von Lechner erläutert und in einem nächsten Schritt wird vertieft, was dieses entwicklungs-psychologisch wie auch interreligiös für Möglichkeiten bereithält. Die drei Religionsbegriffe (Existenz-, Transzendenz- und Konfessionsglaube) haben den Vorteil, dass mit ihnen situationsbezogen gearbeitet werden kann. Sie ermöglichen ein flexibles Handeln, ohne dass zusätzliches Wissen erlernt werden muss. Auf Basis dieser Religionsbegriffe verfügen die ErzieherInnen bereits über eine große Methodenvielfalt, die es ihnen erlaubt, je nach Situation die Gebete, die Feste und den Alltag in der Kita/dem Kindergarten zu gestalten und dies methodisch zu begründen. Dabei erlaubt es dieser Ansatz konfessionell wie auch konfessionslos zu arbeiten und die Methodik auf den eigenen Bedarf maßzuschneidern, lediglich ein Interesse an Religion überhaupt ist erforderlich. Darüber hinaus ist ein weiteres Ziel dieses Ansatzes, durch das Gast Modell mit den andersgläubigen Eltern ins Gespräch zu kommen und eine Zusammenarbeit in respektvollem Umgang miteinander zu versuchen, um ein friedvolles Miteinander der Religionen einzuüben.

 

Ganzheitliches Beten

Einleitung: Ist Stille oder Staunen schon Gebet? Wie beten große und kleine Menschen und was ist das überhaupt genau: Beten? In diesem Kurs wird das Beten aus ganz verschiedenen Perspektiven angeschaut. Jenseits des klassischen „Kindergebets“ gibt es eine Fülle von körperlichen, sinnlichen, meditativen, freien und rollenspielähnlichen Gebetsmethoden, die sie kennenlernen und üben werden. Hierbei ist es wichtig auf die wörtlich verstandene Symbolwelt der Kinder einzugehen und sie entwicklungs-psychologisch  „in ihrer Logik“ abzuholen. Nach einem Impulsreferat zum „Kindergebet im Wandel der Zeit“ werden in Projektgruppen verschiedene Gebetstechniken erarbeitet und deren Praxis eingeübt. Dazu zählen: Gebärdengebet, Meditation, freies Beten, Gebetsgespräche mit Puppen und Symbolandachten.   Letztlich ist alles Staunen über die Schöpfung schon Gebet, egal wie es sich ausdrückt.

 

Wir besuchen eine Kirche

Die Kirche nebenan und nie mit den Kindern dringewesen? Das wird sich mit diesem Kurs ändern! Voraussetzung ist eine nahe Kirche, die uns an diesem Tag zur Verfügung steht, denn Sie sollen das Wissen und die Methodik an die Hand bekommen, um mit Kindergartenkindern eine Kirche zu besuchen. Nach einem theoretischen Input werden Sie in mehreren Projektarbeiten verschiedene Methoden der Kirchenraumpädagogik erarbeiten. Dazu zählen unter anderem: die Vorbereitung des Besuchs, die Kirchenmaus treffen, das Inventar erklären, die Kirche von Außen erleben. Jede Projektgruppe gestaltet in der Kirche eine Kinderkirchenführungseinheit und stellt diese den anderen Teilnehmerinnen vor, welche in die Rolle der Kinder schlüpfen. Auf diese Weise haben sie am Abend ein methodisches Spektrum kennengelernt, das sie in der nächsten Woche anwenden können.

 

Referentin für Erwachsenenbildung

Hierbei handelt es sich um Vorträge von 60-90 Minuten.

Frauen im Urchristentum – mächtiger als katholische Frauen heute?

Im Urchristentum gab es Apostelinnen, Kirchenvorsteherinnen, Prophetinnen und Diakoninnen. Mit der Bildung von Ämterstrukturen wurden diese den Frauen durch verschiedene Methoden allmählich abgesprochen. Spuren davon finden sich in den neutestamentlichen Briefen. Ein schillerndes Zeugnis dieser Prozesse ist, die im Westen vergessene, Figur der Thekla von Ikonium. Im Vergleich von Thekla-Akten und Pastoralbriefen gewinnt man interessante Einblicke in die Emanzipationsbewegungen und die gesellschaftlichen Probleme der frühen Christen. Ein kritischer Blick zeigt uns, welche Kräfte und Interessen hinter diesen ambivalenten Texten stehen können.

 

Glauben Frauen anders? Überlegungen zu einer geschlechtlichen Spiritualität.

Welchen Einfluss hat die Geschlechtlichkeit auf die Spiritualität? In irgendeiner Weise werden die Lebenswelten, in denen wir stehen und unsere Erfahrungen eine Rolle spielen. Doch wo ist Spiritualität in unserem Leben als Mann oder als Frau verortet? In diesem Vortrag  wollen wir Aspekte geschlechtlicher Spiritualität kennenlernen und uns darüber austauschen, was dies für uns bedeuten kann.