Vortragsthemen für Vorträge im Raum Stuttgart
Phänomene kindlicher Spiritualität
Wieso sehen wir Gott nicht, wenn wir mit dem Flugzeug fliegen? Kindliche Fragen verblüffen uns oft durch ihren direkten Zugang zu dem Heiligen, sie belustigen und irritieren uns gleichermaßen. Um dem kindlichen Welt- und Gottesverständnis auf die Spur zu kommen beschäftigen wir uns mit entwicklungspsychologischen Phänomenen, wie zum Beispiel dem wörtlichen Verständnis, Animismus, do ut des, Fantasiebegleitern und der magischen Phase. Mit diesem Wissen kann man die Kinder vom Kindergarten bis in die Grundschulzeit hinein, in ihrer spirituellen Entwicklung unterstützen.
——————————————————————————————————————–
Auf dem Salzpfad in Cornwall – ein Reisebericht
Südengland – Land von Rosamunde Pilcher und Raynor Winn´s Bestseller „Der Salzpfad“. Der Salzpfad ist ein 1000km langer historischer Küstenweg in Cornwall und Devon und führt durch beeindruckende Landschaften. Ich bin einige Male auf verschiedenen Abschnitten des Salzpfades gelaufen und habe dabei auch die klassischen Sehenswürdigkeiten einer Südengland Reise genossen: Penzance, Land´s End und St. Ives als Drehorte von Pilcherfilmen, Stonehenge und prähistorische Monumente, die Kathedrale von Exeter, Drogo Castle mit seinem Interieur aus der Zeit von Downton Abbey und vieles mehr. Dieser Reisebericht vermittelt einen Eindruck von Südengland.
Gut kombinierbar mit einem kulinarischen Angebot von typisch südenglischem Cream Tea. (Schwarzer Tee mit Scones – Rezept kann ich bereitstellen, Clotted Cream und Marmelade).
—————————————————————————————————————–
Jesus in Koran und Bibel
Jesus wird im Koran als Prophet geboren und auch hier gibt es eine wundersame Geburtsgeschichte. Diese läuft über Teile parallel zu den Überlieferungen des Lukas- und Matthäusevangeliums, an einigen Stellen unterscheidet sie sich und an einigen Stellen ergänzt sie die biblischen Texte. Auch das weitere Leben Jesu ist spielt eine wichtige Rolle in den muslimischen Textzeugnissen, die gut mit apokryphen christlichen Texten vertraut sind, wobei einen deutlichen Unterschied das Ausbleiben der Passion und Auferstehung ausmacht. Wir wollen uns die Texte anschauen, um die allzu bekannten Erzählungen aus neuer Perspektive zu betrachten.
Dieser Vortrag eignet sich für Muslime und Christen gleichermaßen, da er die jeweils anderen Texte und Hintergründe ergänzend sichtbar macht.
——————————————————————————————————————–
Abraham – Stammvater der Religionen
Abrahams Leben durchlief Höhen und Tiefen menschlicher Existenz: Berufen in ein Land, dass er nie besaß. Gesegneter Vater von Söhnen, zu denen er zwiespältige Beziehungen führte. Berühmt für seinen Glauben, aber auch ängstlicher Verleugner seiner Frau. Eine Modell für die Geburts- und Passionsgeschichte Jesu. Ein Blick auf ihn sensibilisiert uns für die Phänomene unserer eigenen Tradition in der heutigen Gesellschaft. Gleichzeitig führt die komplexe Struktur der Abrahamserzählung in die Entstehungsgeschichte des ersten Testaments ein.
Hildegard von Bingens Kosmosvisionen
Hildegard von Bingen war eine große Visionärin. Ihre Visionen bauen über Jahrzehnte aufeinander auf und jede neue Vision zoomt noch einmal einen besonderen Aspekt der vorhergehenden heran. Ihre Schau vom Mensch im Kosmos ist einerseits im Bezug auf die Ganzheitlichkeit ungemein aktuell, andererseits durch ihren schwarze Pädagogik auch völlig im Mittelalter verhaftet. Wir wollen Hildegard´s Naturlehre und ihrem ganz eigenen Verständnis vom Menschsein in dieser Welt über ihre Schriften und Visionen näherkommen.
Wo komm ich her, wo geh ich hin? – Christliche Jenseitsvorstellungen
Was war vor der Geburt und was wird nach dem Tod sein? Diese Fragen interessieren Menschen
schon seit Urzeiten. Die Bibel gibt darauf einen Strauß an Antworten und Bildern, die in verschiedenen theologischen Kontexten gewachsen sind. Der Vortrag wird die Entwicklungen der Jenseitsvorstellungen wie zum Beispiel: Gericht, Himmel, Hölle, Auferstehung, Weiterleben in den Nachkommen, transzendente Momente der Geburt aufgreifen. In einem zweiten Schritt wird geschaut, wie diese Bilder auch in heutigen theologischen, literarischen und ratgebenden Texten auftauchen und bei welchen Lebensfragen sie wirken.
Thekla und die Frauen im Urchristentum
In der ersten Zeit waren Frauen Gemeindeleiterinnen, Diakoninnen, Apostelinnen und Lehrerinnen. Die eher unbekannte Thekla von Ikonium ist ein Beispiel für eine emanzipierte, spirituelle Frau des ersten Jahrhunderts nach Christus. In der Textgeschichte wird deutlich, wie die Überlieferung mit den Zeugnissen solcher Frauen umgegangen ist und wie plural eigentlich die gesellschaftlichen Strömungen in der Zeit der Pastoralbriefe waren. Thekla von Ikonium ist ein beeindruckende Frau, die bis heute in ihren Wallfahrtsorten verehrt wird.
Dieser Vortrag eignet sich gut für Frauenfrühstücke
—————————————————————————————————————-
Was ist Mystik?
Mystik gibt es in allen Religionen und sie hat mit den eigenen seelischen Erfahrungen zu tun. Doch wann wird dies als Mystik bezeichnet? Wir werden uns zwei große Lehr- und Lebemeister des Mittelalters ansehen: Meister Eckhart und Teresa von Avila. Sie spannen einen großen Raum der Mystik zwischen Geist, Gefühl, innerer Versenkung und Begegnung auf. An diesen spannenden Menschen wird die Vielfalt des mystischen Denkens und Erlebens und seine Bedeutung für die Kirchen gut sichtbar. Bis heute gibt es zahlreiche Mystiker*innen in den Religionen.
Dieser Vortrag ist gut kombinierbar mit dem Praxiskurs Einführung in die Meditation
Praxiskurse
Einführung in die Meditation/ spirituelle Auszeit
Meditation ist eine Technik, die fast alle Religionen in verschiedenen Formen ausüben, denn sie reduziert Grübelei und Stressempfinden und öffnet unsere Sinne für das Göttliche. Neben einer kleinen Einführung in die Methoden der Meditation wollen wir erste Erfahrungen sammeln, auf die Kraft der Stille vertrauen und gemeinsam in eine Zeit der Ruhe gehen, um der eigenen Seele oder Gott nachzuspüren. Wir hören einen kleinen Impuls und nehmen unseren Körper wahr. Dieser Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Bequeme Kleidung und eine Decke, ggf. Meditationsbänkchen mitbringen.
Dauer: Drei Einheiten zu je einer Stunde geben einen kleinen Einblick in die Struktur und Wirkweise von Meditation und die Kraft der Stille
Einführung in die Kunst des Räucherns
Räuchern ist eine Kunst, die fast alle Religionen kennen. Bei uns nahezu in Vergessenheit geraten, erlebt sie gerade wieder einen Boom. Die europäische Räuchertradition speist sich aus der katholischen Weihrauchpraxis, welche letztlich auf den jüdischen Tempelkult zurückgeht, der unter anderem in der Weihnachtsgeschichte des Lukasevangeliums beschrieben wird. Aber auch vorchristliche Räuchertraditionen haben einen Einfluss auf das heutige Räuchern, nicht zuletzt was die europäischen Räucherpflanzen angeht, die sich von den biblischen unterscheiden. In einem Impulsreferat erfahren die Teilnehmer*innen etwas über die historischen Hintergründe und die verschiedenen Räucherpflanzen, dann wird gemeinsam geräuchert und die verschiedenen Düfte werden „erschnuppert“.
Dauer: etwa 1 Stunde, zum Räuchern braucht man einen Raum draußen.
Eine Schatzkiste mit Serviettentechnik gestalten
Wir gestalten eine Schatzkiste aus Holz mit Serviettentechnik. Nach einem weißen Anstrich gilt es die Motive auf den Servietten auszuwählen, auszuschneiden und aufzulackieren. Doch was bedeutet ein Schatz eigentlich? Welche Schätze haben wir bereits und welche hätten wir gerne? Wenn wir jemanden mögen, sagen wir nicht selten „Schatz“ zu ihm oder ihr. Kann Gott auch ein Schatz sein? Zwischen den verschiedenen Arbeitsschritten führen wir ein Gespräch nach der Methode der Symbolandacht von Frank Hartmann über das Thema Schatz, inhaltlich am Anlass und Alter der Teilnehmer*innen ausgerichtet. Am Schluss kann jede und jeder seine Schatzkiste mit nach Hause nehmen.
Materialkosten um die 2 Eur mit alten Zigarrenkisten. Eignet sich als Familienangebot mit Kindern von 6 -12 Jahren oder als Angebot für Kinder im Konfirmations- oder Kommunionsunterricht.
Fortbildungen für Erzieher:innen
Religionssensible Erziehung und interreligiöse Kompetenz
Ohne großen Aufwand interreligiös arbeiten, Eltern einbeziehen und Unsicherheiten überwinden? In diesem Kurs lernen die TN ihre Kompetenz zum interreligiösen Arbeiten auf der Grundlage des dreisstufigen Religionsbegriffes von Lecher kennen. Durch überschaubare Methodik bekommen sie einen großen Handlungsspielraum, der sich religionspädagogisch gut begründen lässt und Partizipation fördert.
Nach einem Eintieg mit den Erfahrungen der TN bei ihrer Arbeit, werden verschiedene Haltungen und Methoden zum interreligiösen Dialog beleuchtet. Anschließend wird der dreistufige Religionsbegriff von Lechner vorgestellt. Die TN erfahren, wie sich dieser Religionsbegriff für ihre praktische Arbeit nutzen lässt und wie er in Bezug zum Gastmodell steht. Im zweiten Teil erarbeiten die TN sich in Gruppen verschiedene interreligiöse Zugänge: Lesen in Bibel und Koran, Perlenprojekt, Stammbaum der monotheistischen Religionen. Methoden: Gespräche, Impulsreferat, Projektgruppenarbeit, Bodenbild.
Dauer: 3 Stunden/ 4UE Die Fortbildung kann auf 8 UE erweitert werden, wenn weitere religiöse Grundbegriffe wie Authentizität, Fremdheitskompetenz, Repräsentationsprinzip, indirekte und direkte religiöse Erziehung und relationale Haltung vertieft werden.
Fortbildungen für Erzieher:innen
Ganzheitlich Beten
Ist Stille oder Staunen schon Gebet? Wie beten große und kleine Menschen und was ist das überhaupt genau: Beten? In diesem Kurs wird das Beten aus ganz verschiedenen Perspektiven angeschaut. In einem Referat werden die verschiedenen Dimensionen des Betens aufgezeigt. Jenseits des klassischen „Kindergebets“ gibt es eine Fülle von körperlichen, sinnlichen, meditativen und freien Gebetsmethoden, die sie kennenlernen und üben werden.
Nach einem Impulsreferat zum „Kindergebet im Wandel der Zeit“ werden Dimensionen des Betens und des Gottesbildes aufgezeigt. In Verbindung mit dem dreistufigen Religionsbegriff von Lechner werden diese Dimensionen praktisch sichtbar und auch für die mulitreligiöse Kitagruppe anwendbar. In Projektgruppen werden anschließend verschiedene Gebetstechniken erarbeitet und deren Praxis eingeübt. Dazu zählen: Körpergebet, Phantasiereisen, Wahrnehmungsübungen, Segnen und Symbolandachten. Methoden: Gespräche, Impulsreferat, Kleingruppenarbeit, Projektgruppenarbeit, Bodenbild
Dauer: Drei Stunden/ 4UE